Sie haben Ihr Produkt geliefert oder Ihre Dienstleistungen erbracht und sind per Kreditkarte bezahlt worden. Aber dann erhalten Sie eine Nachricht von Mollie, dass ein Chargeback vorgenommen wurde. Die Transaktion wurde vom Karteninhaber rückgängig gemacht.

In diesem Artikel erklären wir, was die möglichen Gründe sein könnten und wie man damit umgeht.

Was ist ein Chargeback?

Kreditkarten sind eine weltweit beliebte Zahlungsmethode. Insbesondere aus der Sicht des Konsumenten, da die Transaktion bis zu 180 Tage nach Lieferung der Produkte rückgängig gemacht werden kann. Dazu kontaktiert der Karteninhaber seine Bank und nennt den Grund, warum die Transaktion rückgängig gemacht werden soll.

Als nächstes meldet die Bank des Karteninhabers (auch bekannt als Emittent) dies an Mollie's Bank (der Empfänger). Als nächstes melden wir Ihnen das Chargeback. Wenn der Emittent das Chargeback akzeptiert, wird es immer durchgeführt und die Kosten werden abgezogen (€19,00 exkl. MwSt.). Es besteht die Möglichkeit, das Chargeback zu widersprechen. Mehr dazu später.

Grund für das Chargeback

Von der Bank erhalten wir einen sogenannten "Grund-Code". Dieser Code wird verwendet, um anzuzeigen, warum ein Chargeback durchgeführt wurde. Da nicht immer klar ist, was die spezifischen Codes bedeuten, haben wir die üblichsten in die untenstehende Liste aufgenommen.

Angegebener Grund

Grund

Dokumente, die sich auf Einwände beziehen

Visa: 83
Mastercard: 4837

Betrügerische Transaktion

Der Karteninhaber erklärt, dass er die Transaktion nicht selbst durchgeführt hat. Dies geschieht nicht, wenn 3D Secure verwendet wird. Einen erfolgreichen Einspruch einzureichen gegen ein Chargeback in Bezug auf eine Transaktion, bei der 3D Secure nicht verwendet wurde, ist sehr schwierig.

Visa: 41
Mastercard: 4841oder 4850

Stornierte Recurring-Transaktion

Der Karteninhaber ist mit der Recurring-Transaktion nicht einverstanden. Dokumente und Korrespondenz, aus denen hervorgeht, dass das Geschäft in Übereinstimmung mit den bestehenden Vereinbarungen stattgefunden hat, können verwendet werden, um Einspruch zu erheben.

Visa: 30
Mastercard: 4855

Nicht erbrachte Leistungen oder nicht erhaltene Waren

Für physikalische Produkte: Track & Trace an die Adresse des Karteninhabers, aus der hervorgeht, dass sie tatsächlich geliefert wurden.

 

Für digitale Produkte oder Dienstleistungen: relevante Dokumente, aus denen hervorgeht, dass die Dienstleistungen oder Produkte erbracht oder geliefert wurden.

Visa: 53
Mastercard: 4853

Produkt stimmt nicht mit der Beschreibung überein oder zeigt einen Defekt

Dies kann schwierig zu beanstanden sein, weil der Grund dafür spezifischer sein kann. Dies kann in Absprache mit uns festgelegt werden.

Visa: 85
Mastercard: 4860

Nicht erhaltene Rückerstattung

Der Konsument erwartete eine Rückerstattung (z.B. durch Rücksendung der Produkte), erhielt diese aber nicht. Ein Widerspruch kann eingelegt werden, indem nachgewiesen wird, dass die Erstattung möglicherweise auf andere Weise erfolgt ist.

Visa: 75
Mastercard: 4863

Nicht erfasste Transaktion

Dies kann das Ergebnis einer unklaren Beschreibung oder einer unklaren Kommunikation bezüglich der Bestellung, Zahlung und Lieferung sein.

 

Chargeback-Verfahren

Wenn wir den Chargeback-Bericht erhalten, werden wir ihn umgehend an Sie weiterleiten. Sie können dann innerhalb weniger Werktage Widerspruch einlegen. Wenn der Widerspruch an die Bank weitergeleitet wird, dauert es 45 Tage, bis wir erfahren, ob der Widerspruch angenommen wurde oder nicht.

Wenn der Widerspruch nach 45 Tagen nicht abgelehnt wurde, wird das Chargeback auf dem betreffenden Konto rückgängig gemacht. Das Geld wird dann dem Konto gutgeschrieben. Die Gebühr von 19,00 € kann leider nicht erlassen werden.

Wenn Sie weitere Fragen haben, können Sie uns jederzeit kontaktieren.